Weiteres "Umsetzen" der Schafe und Rinder

In dieser (5. Kalender-) Woche wurden sowohl die Rinder (am Montag) als auch die Schafe (am Freitag) umgesetzt. Bei den Rindern musste nur ein beweglicher Zaun verschoben und etwas verlängert werden. Die Rinder nahmen das neue zusätzliche Weidegebiet der Wiese Jammer im Galopp und mit Sprüngen in Besitz.

Die Schafe mussten nur von den Damshäuser Teichen über den Weg auf die dort angrenzende Wiese gebracht werden. Das hört sich einfach an, bedeutet aber einen längeren Prozess. Zunächst wurde nach dem Mulchen der Schafszaun aufgestellt (300 Meter). Dann wurden die Schafe in den Schafwagen getrieben und mit dem Wagen auf die neue Weide gebracht. Die unteren Litzen der Abzäunung des Damshäuser Geländes wurden abgebaut und eingerollt. Der nach der Beweidung im hinteren (Wiesen-) Bereich deutlich zu sehende Schlehenausschlag wurde weggemulcht.  Mit dem Ab- und Umklemmen des Weidezaunes war die Arbeit von fünf Aktiven dann nach ca. 3,5 Stunden erledigt.


Begleitung beim ersten Obstbaumschnitt durch erfahrene Aktive

Elf Erwachsene und vier Kinder trafen sich am 28.1.2023 auf der Hardtwiese zum Obstbaumschnitt. 14 weiß markierte Bäume waren zu schneiden. Neben den Baumschneidern mit Erfahrung wurden diesmal auch drei Aktive in den Baumschnitt einbezogen, die sich wegen der für sie neuen Tätigkeit auf  die Begleitung der Erfahreneren verlassen konnten. Diese Zusammenarbeit fiel zur Zufriedenheit aller Beteiligten aus. Beim nötigen Transport des Schnittgutes zur Feuerstelle war zum wiederholten Male ein Vater eines Kindes der Naturforschergruppe aktiv, der auch seine junge Tochter für diese Arbeit begeistern konnte. Dann lockten aber die Dachsbauten zur genauen Untersuchung heraus, die das Mädchen gemeinsam mit zwei anderen Kindern vornahm. Eine weiter Besondernheit dieses Tages war der Arbeitseinsatz einer Familie mit je einem Vertreten aus drei Generationen.

Der Feuertopf wurde zusäztlich zum üblichen Inhalt auch mit Käse und Gemüse gefüllt. Das kam gut an.


Hecken- und Weidenschnitt

Auf der Wiese Hesse - Wagner ist am Dienstag (24.1.23) die den oberen Wiesenteil begrenzende Schlehenhecke auf einer Länge von ca. zehn Meter geschnitten worden. Dies war erforderlich geworden, da die Hecke bis in den Weidezaun hineingewachsen war. Da hier die Schlehenpflanzen baumähnlich - also Stämmchen mit Seitenästen - gewachsen waren, war es möglich, diese "Bäumchen" knapp über dem Boden abzusägen, herauszuziehen und zu stapeln. Dabei wurde versucht die Schlehen so abzulegen, dass sie immer "in der gleichen Richtung" zu liegen kamen. Eine spätere Entnahme um dies Material zu häckseln, sollte so erleichtert werden. Die anwesenden Aktiven gingen davon aus, dass der Kreishäcksler diese "Schlehenbäumchen" bewältigen kann.

Anschließend wurden noch zwei Kopfweidenbäume geschnitten, einer auf der Mäanderwiese in der Nähe des Viehunterstandes, ein zweiter auf der Wiese Jammer im Bereich des Rodenbaches. Begründung: Da im Schutzgebiet Plauel-/Rodenbach vorrangig Wiesenbrüter "angesiedelt" werden sollen, sind hierfür hohe Bäume kontraproduktiv. Hohe Sitzpositionen für Greife werden von den Wiesenbrütern als Bedrohung empfunden.

Die abgesägten Äste wurden auch hier so gelagert, dass sie zum Häckseln leicht entnommen werden können. Alle anwesenden Aktiven waren sich darin einig, dass das Wegräumen von Weidenschnitt deutlich angenehmer und weniger anstrengend ist als das Räumen von Schlehenschnitt.


Häcksler des Kreisverbandes getestet

Am Montag (23.01.23) wurde mit dem vom NABU Kreisverband angeschaffte Häcksler dem Schlehenschnitt auf der Kniebreche zu Leibe gerückt. Nachdem das Umschalten von Vor- in Rücklauf bzw. "Leerlauf" "entdeckt" worden war, wurde das Gerät mit dem Schnittgut gefüttert. Folgende Erkenntnisse ergaben diesen ersten Einsatz des Häckslers:

- Dicke Äste bis 16 cm bewätigt der Häcksler.

- Auch "dickere" Äste mit dünnen Seitentrieben werden kleingehackt.

- Probleme bereiten dünne Zweige und Brombeerranken: Diese wickeln sich um die "Walzen" und verstopfen das Gerät.

Bis zur dieser Erkenntnis wurde es mehrmals erforderlich, das verstopfende Material zu entfernen. Da auch das sich ständige "Verhaken" des Schlehenschnittgutes das Anreichen des Materials erschwerte und schließlich der Sprit desTraktors knapp wurde, endete der Testlauf nach 2,5 Stunden. Ein zweiter Anlauf  ist erforderlich, um der Rest des Schlehenschnittes zu häckseln. Außerdem ist ein Feuer noch notwendig. Die dünnen Ästchen und Brombeerranken sind nach den Verstopfungen aussortiert worden und müssen verbrannt werden.


Hoffnungsfroher Blick in die Zukunft

Vielen vermittelt sich der Eindruck, dass das Ehrenamt im Naturschutz eher eine Sache der älteren Generationen ist. Sie scheinen die nötige Zeit und auch das entsprechende Bewusstsein zu haben, dass der Erhalt unserer Natur, die Möglichkeit die Lebensvielfalt/Biodiversität zu schützen, den persönlichchen und auch körperlichen Einsatz erfordere. Diese Einstellung und das Engagement ist nicht hoch genug zu würdigen.

    Aber wer wird diese Aufgaben in der Zukunft weiterführen? Auch hier scheint der Eindruck berechtigt zu sein, dass in vielen NABU - Gruppierungen des Landkreises eben dies als Problem angesehen wird.

 

    Und nun zum Arbeitseinsatz am 21.1.2023 im Elisabeths Winkel. Fünf Apfelbäume und ein Speierling mussten geschnitten werden. Der Plan sah das Verbrennen des Schnittgutes vor. In der Glut sollte der Feuertopf zum Einsatz kommen, um nach der Arbeit eine leckere Stärkung zu ermöglichen. Dafür war natürlich der Einsatz Aktiver nötig. Und nun ist das Besondere zu vermelden. Die oben beschriebene "älter Generation" war mit fünf Personen vertreten - je nach Definition dieses Begriffes. Aber in der Spitze waren deutlich über 20 Personen tätig. 

    Wie ist diese - dem Trend entgegenlaufende Entwicklung - zu erklären? Die Mehrheit der an diesem Tage aktiven Erwachsenen ist in der Lebensphase, in der Beruf und Aufbau einer Existenz den Lebensmittelpunkt darstellen. In einigen Fällen konkurriert dies mit der Gestaltung eines Familienlebens mit Kindern. Das Zeitbudget ist also begrenzt. Wie ist trotzdem der Einsatz beim Arbeitseinsatz zu erklären?

    Wenn man dann noch weiß, dass ca. zehn Kinder sich begeistert "eingebracht" haben, ist eine wahrscheinliche Erklärung gegeben. Unsere Leiterinnen der Naturforscher Gruppe (Kindergruppe), die sich in der zuvor beschriebene Lebensphase befinden, schaffen es , sowohl die Kinder als auch zum Teil deren Eltern für die Natur/den aktiven Einsatz für die Natur zu begeistern. Zusätzlich schaffen es immer wieder langjährig sehr Aktive dieser Altersgruppe durch Ansprache von Freunden, Mitbewohnern, Verwandten und Bekannten für diese Arbeiten zu gewinnen.

    Dass das Feuer und die Möglichkeit selbst Astscheren zu benutzen, die Leckereien des Feuertopfes genießen und im Traktor sitzen zu können, für die Kinder auch attraktiv ist, wird natürlich auch gesehen.

    Natürlich lief nicht alles "rund". Die Anzahl der Leitern und Arbeitsgeräte war sehr begrenzt. Es musste nachgeholt werden. Besserung ist versprochen. Dass das Feuer nicht so schnell in Geng kam wie gewünscht, lag am feuchten Astschnittgut. Ein Hinweis aus der älteren Generation, schon länger in der Nähe lagerndes und damit trockeneres Schnittgut zusätzlich zu benutzen, brachte dann die positve Wende. (Diese Erfahrungen der "Alten" haben bleibenden Wert.)

    Und dann muss natürlich hervorgehoben werden, dass Ilka (berufstätig, Mutter und eine Gruppenleiterin der Naturforschergruppe) alles Nötige für den Feuertopf hervorragend vorbereitet hatte und dass Sicco (berufstätig, Vater und langjähriger Aktiver) die Feuertöpfe in der Glut händelte und die Würstchen etc. verteilte.

    Und ein weitere Blick in die nahe Zukunft: Tina (berufstätig, Tante, eine Gruppenleiterin der Naturforschergruppe) hat die Vorbereitung der Verpflegung für den nächsten Einsatz am kommenden Samstag (28.1.2023) übernommen. Da dann 14 Bäume und eine Hecke geschnitten werden müssen, wäre es wünschenswert, wenn dann ebenfalls eine hohe Anzahl Mitarbeitende dabei wären.

 


Nistkastenreinigung in der "Saison" 2022/2023

Die Herbst-/Winterzeit bedeutet für einige Aktive des NABU Lahntal die Reinigung der Nistkästen.  Das Gebiet der weit über 650 Nistkästen, die von der Ortsgruppe in der Gemeinde Lahntal betreut werden (aufhängen, reparieren, erneuern, reinigen, Belegungszahlen ermitteln und statistisch erfassen) ist  in verschiedene Areale aufgeteilt worden. Um die hier befindlichen Nistkästen kümmern sich  Aktive (meist zu zweit über viele Jahre als Team). Vom großen Eulenkasten bis zum Meisenkasten,  vom Fledermausüberwinterungskasten
bis zum kleinen Zwergfledermauskasten reicht die Palette. „Gewöhnliche“ Nistkästen hängen in den Ortsteilen Sarnau, Goßfelden, Sterzhausen, Caldern und Kernbach.

        Für diese "Saison" sind die meisten Arbeiten in der Endphase oder bereits abgeschlossen. Bei einigen Kästen werden nach der Reinigung die Einflugsöffnungen mit einem Brettchen verschlossen, um spät eintrefenden Zugvögeln eine Brutmöglichkeit zu erhalten. Stare würden sonst diese Nistkästen schon vorher besetzen. Diese Brettchen müssen natürlich rechtzeitig wieder entfernt werden. Für die Wasseramsel- und Gebirgsstelzenkästen, die unter den Lahnbrücken zwischen Göttingen und Kernbach hängen, muss eine Zeit abgewartet werden, in der in der Lahn Niedrigwasser ist, um eine gefahrlose Wartung vornehmen zu können.

      Neben diesen Arbeiten bringen Aktive immer mal wieder künstliche Mehlschwalbennester an Privathäusern an und versehen diese zusätzlich mit Kotbrettern. In Einzelfällen werden diese Kotbretter auch regelmäßig gereinigt, wenn es den Hausbesitzern zum Beispiel aus Altersgründen selbst nicht möglich ist.

     Mehrfach wurde Aktiven schon die Frage gestellt, warum die Nistkästen überhaupt gereinigt werden müssten. Die in natürlichen (Baum-)Höhlen brütenden Vögel hätten ja auch nicht den Luxus, dass ihre Behausungen gereinigt würden. Eine wesentliche Antwort hierauf ist der Verlust an natürlichen Baumhöhlen, in die die Brutvögel jährlichen wechseln könnten. Es gibt nur noch wenig Gebiete, in denen Bäume so lange stehen bleiben, dass sich Baumhöhlen durch "Spechtbearbeitung", Astabbrüche und/oder Fäulnisprozessen ausbilden können. Daher müssen "Ersatzhöhlen", eben die Nistkästen diese Lücke schließen. Daher ist es für den Naturschutz durchaus sinnvoll, wenn absterbende/abgestorbene Äste und Bäume im eigenen Garten nicht entfernt werden.

    Mit dem Vogelschutz nicht ganz Vertraute mag die Informationen über "überraschende" Funde bei der Nistkastenreinigung neu sein. Immer mal wieder werden in den Nistkästen die Waben von Hornissen des vergangenen Sommers entdeckt. Lager von Haselnüssen im Nistkasten, von Mäusen angelegt, sind auch eine keine Seltenheit. Auch "bewohnen" immer mal wieder Mäuse die Nistkästen. Nicht ausgebrütete Eier und Vogeltotfunde werden extra erfasst und in die Statistik aufgenommen. Etwas Besonderes und auch sehr Seltenes ist das Auffinden in Halbhöhlenkästen von toten Mäusen, die ein Steinkauz hier als Vorrat deponiert hat.

   Und dann war dieses Jahr noch Folgendes: Ein Team näherte sich einem alten Baum, an dem ein Baumläuferkasten kontrolliert werden musste. Ca. 50 cm unter dem Baumläuferkasten war im Stamm des Baumes ein 20 bis 25 cm großes "Loch" im Stamm. Und dieser Baumhöhleneingang war "verschlossen" durch ein sich bewegendes Fell. Die Vermutung ging Richtung WaschBÄR. Die Kontrolle des Baumläuferkastens war da schon eine besondere Herausforderung.


Eine Dachrinne wurde angebracht

In der 2. Kalenderwoche 2023 ist die Anbringung der Dachrinne an der NABU - Halle beendet worden. Im Regenabflussrohr ist von der Fachfirma eine "Klappe" eingebaut worden, die es ermöglicht, das Regenwasser in Gefäße abzuleiten. Bisher wurde das Wasser in drei - auf einem der Fotos zu erkennenden - Tonnen direkt vom Dach aufgefangen.

     Im letzten Sommer mussten die Ausgleichspflanzen für die Halle wegen der großen Trockenheit gegossen werden. Das Wasser in den Tonnen reichte aber für den langen Zeitraum bei weitem nicht. Das zusätzliche Heranschaffen von Wasser hierfür war sehr aufwendig. Nun wird es möglich in den feuchteren Monaten im Frühjahr Wasser für die Sommerzeit in größeren Behältnissen und Mengen anzusammeln.

     Da jetzt nicht mehr das Wasser vom Dach rinnt, ist es möglich, unter dem Dachvorsprung bei Bedarf Rundballen vor Regen geschützt zu lagern.