Bei "normalen" Bedingungen zeigt das Ladegerät 8 kV Spannung am Zaun an. In der letzten Woche reduzierte sich aber dieser Wert auf 4 kV. Die "Diensthabenden" gingen dann an innerhalb mehrerer Tage dreimal den gesamten Zaun ab, um eventuelle Kurzschlüsse zu entdecken. Die Erdungsstäbe wurden mehrmals mit viel Wasser übergossen, um die Leitfähigkeit zu erhöhen. Siggi legt neue Verbindungskabel zwischen den Erdankern. Alles vergeblich. Beim letzten "Zaunrundgang" zeigte sich, dass die Spannung in beide Richtungen vom Ladegerät weg ca. die ersten 50 Meter sogar nur 3 kV anzeigte, bevor im weiteren Verlauf die Spannung 4 kV betrug. Siggi hat am Samstag (11.7.2026) dann das Ladegerät überprüft. Und siehe da, das Gerät arbeitete nur fehlerhaft. Er tauschte es mit einem anderen Gerät aus und ... 8 kV.
Alle 41 neuen Rundballen sind in der Halle. Die 10 vom letzten Jahr trocken vor der Halle unter dem Vordach. Danke an Max für den zweimaligen Transport.
Gerd Weide über Signal:
Max hat sich gerade bei mir gemeldet und wird morgen Mittag so ab 12 Uhr auf der Hardt die restlichen Wiesen außer Müller unten ( die mäht Ulrich Groß ) mähen. Außerdem wird noch die Wiese Claar neben der Foßhecke gemäht. Es wäre super, wenn wir noch nach dem Jakobkreuzkraut auf den Flächen Backhaus/Gemeinde und dem Teilstück Laukel/Klingelhöfer direkt daneben sehen und ziehen können. Alle Wiesen werden mit Drohne abgeflogen.
Beate Backhaus über Signal:
Die Wiesen sind alle gemacht. Ein Sack Jakobskreuzkraut steht noch in der Garage. Wer platz in der Tonne hat, bitte mitnehmen.
Gegen acht Uhr (30.6.2026) fanden sich acht Aktive beim Elisabeths Winkel ein. Der Traktor und das NABU Auto waren auch vor Ort. Ein Behelfszaun war schnell errichtet. Eingegrenzt von Behelfszaun und den Aktiven blieb den Heidschnucken nur der Weg in den Schafwagen. Der Elektrozaun sowie Stromkasten etc. waren schnell abgebaut. Als um neun Uhr die Tierärztin zum Impfen am Gelände der Damshäuser Teiche erschien, war der Schafwagen schon zur gewohnten Stelle umgesetzt.. Die Tierärztin wurde von zwei Personen im Schafwagen bei der Impfung unterstützt (Schafe festhalten und geimpftes Schaf aus dem Wagen "drängen". Dort wurden es von anderen Aktiven "empfangen". Um 9:15 war alles erledigt.
Nicht zu vergessen: Gerd hatte an mehreren Tagen der Vorwoche - zeitweise mit Unterstützung - den kompletten feststehenden Elektrozaun des Damshäuser Geländes in den Morgenstunden - trotzdem bei großer Hitze - freigeschnitten.
Da die Verläßlichkeit unseres Traktors im Straßenverkehr nicht immer gegeben ist, hat Max mit einem großen Hänger die Ballen zur Halle am Samstag (27.6.2026) transportiert. Mit unserem Traktor wurden sie dann "gestapelt".
Lob von Christian: Wow, ihr seid tapfer bei dem Wetter!!!
Der Ehrenbrief des Landes Hessen wird im Namen des Hessischen Ministerpräsidenten an ehrenamtlich engagierte Personen verliehen, die sich in den hessischen Gemeinden und Landkreisen um die demokratische, soziale und kulturelle Gestaltung unserer Gemeinschaft verdient gemacht haben.
Landrat Jens Womelsdorf hat Herrn Gerd Weide sowie vier weiteren Personen, die kürzlich mit dem Landesehrenbrief ausgezeichnet wurden, diese besondere Auszeichnung persönlich in einer Feierstunde am Donnerstag, 25. Juni im Landratsamt überreicht. Neben Gerd und seiner Frau Sibylle war von der Gemeinde der zweite Beigeordnete Holger Boßhammer und schließlich der Anreger Wilhelm Hüls bei der Feierstunde anwesend.
Kurzfassung von Gerds Ehrenamtlichen Vereinstätigkeiten für den Naturschutz
Gerd Weide trat 1982 dem NABU-Bundesverband bei, gründete mit anderen 1984 die Ortsgruppe NABU Lahntal und ist seit 1986 deren Schatzmeister. Von Beginn an arbeitet(e) er ehrenamtlich neben der Tätigkeit als Schatzmeister im praktischen Bereich des Vereines (in den letzten 10 Jahren mit schätzungsweise ca. 15 Stunden pro Woche).
- Er organisiert die Wartung und Reinigung der mittlerweile 678 Vogelnistkästen, selbst reinigt er jährlich ca. 100 Nistkästen, darunter die Nisthilfen unter den Lahnbrücken in Göttingen, Sarnau, Goßfelden, Caldern und Kernbach.
- Er leitet die Pflege der Streuobstwiesen. D.h. Obstbaumschnitt im Winter, Nachpflanzen von Bäumen, die Mahd der Wiesen, Anbringen von Baumschutzgittern, seit 2016 Mitorganisation des Apfelwochenendes (Äpfel lesen, Pressen, Saft verkaufen).
- Auf der Hardt ist er bei der Pflege von ca. 7 Hektar Grünland und extra eingesäten Blühwiesen mitverantwortlich und aktiv dabei. Das galt/gilt auch für die Anpflanzung und Pflege von mehreren Heckenstreifen in diesem Bereich.
- Nach der 2006 erfolgten Anmeldung einer ökologischen Landwirtschaft übernahm er als ein Hauptverantwortlicher die Organisation der Arbeitsabläufe und war /ist gleichzeitig aktiv u.a. als Bediener der Maschinen und Traktorfahrer.
- Dazu gehören auch die Koordination der Aufgaben für die Beweidung einer zehnköpfigen Schaf- und einer kleinen Rinderherde.
- Bei der Umgestaltung eines 2016 vom Verein erworbenen Sandbruches zu einem Gelände für Amphibien wie Molchen, Fröschen und Kröten (besonders Geburtshelfer und Kreuzkröte sollen hier ein geeignetes Habitat finden) war er bei allen erforderlichen Arbeiten aktiv. Dies gilt weiterhin für die andauernden Pflegemaßnahmen.
- 2003 in Goßfelden und 2010 in Niederwetter wurden vom Verein Transformatoren"häuschen" zu Turmstationen für Vögel und Fledermäuse umgebaut. Bei den Umbauarbeiten war Herr Weide dabei. Seitdem führt er die jährliche Kontrolle alleinverantwortlich durch.
- Beim Bau einer Lagerhalle für den Verein war Herr Weide aktiv bei der Erbringung von Eigenleistungen.
- Das Hauptprojekt der letzten Jahre war die Gestaltung des Schutzgebietes Plauel-/Rodenbach. Mit dem Auf-Kopf-Setzen der Weiden, einer wechselnden Einzäunung mit Elektrozäunen, dem Schneiden von Hecken, der Betreuung und Versorgung der Rinder etc. sind die Bereiche beschrieben, die Herr Weide koordiniert und maßgeblich auch selbst erledigt.
- In der Übersicht über die Projekte des Vereines von 1986 bis 2015 sind weitere Projekte aufgeführt, die Herr Weide wesentlich mitgestaltet hat.
Trotz der Tatsache, dass zusätzliche Begleiter wegen des kleinen Raumes, in der die Ehrung stattfand, nicht möglich waren, ließen es sich unsere Aktiven Jochen, Beate und Siggi (alle drei im Vereins-T-Shirt) und von Gerds Familie seine Mutter Käthe und seine Tochter Franzi nicht nehmen, ihn nach der "Feierstunde" im neuen Bistro des Landratamtes zu beglückwünschen. Bei einem von Franzi organisierten Essen im Chauseehaus Aurelia kam noch Gerds zweite Tochter Marie hinzu; gemeinsam ließ man bei einem guten Essen die Ehrung ausklingen.
Teilabschnitte des Zaunes im Bereich der Dammshäuser Teiche wurden erhöht. Die bisherige blauen "Flatterbänder" waren "nur"um Zweige von Sträuchern gewickelt und verknotet worden und lösten sich bei stärkerem Wind. Durch die neuen Halterungen sollten vielleicht auftauchende Wölfe davon abgehalten werden, von der erhöhten Außenseite der Wiese in das Schutzgebiet zu springen.