Aktuelles

Er ist da!

Zuerst gefordert, diskitiert, abgewogen, dann bestellt, erwartet, gefordert, noch nicht da und schließlich eingetroffen. Er ist einachsig, hat eine blaue Plane, Gestänge zum Aufbau und neu. Er ist einsatzbereit, hoffentlich bald an seinem Unterbringungsort. Wir sind sehr zufrieden.


Emsiges Treiben auf der Streuobstwiese Hardt

Eine zwischenzeitliche Bemerkung eines Aktiven nach intensiver Beobachtung: "Hier geht es zu wie in einem Ameisenhaufen: Ständig wuselt es hin und her."

Und so war es auch. Die große Heckenschere und die Kettensäge machten sich über Brombeeren und in die Wiese hineinragendes Gestrüpp her. Kleine Obstbäume wurden vom Boden "erzogen", den großen Bäumen wurden mit Handsäge, Hochentaster und Teleskopscheren von der Leiter und vom Boden aus zu Leibe gerückt. Der Draht des "alten" Baumschutzes wurde an vielen Stellen entfernt, Nägel aus dem morschen Holz gezogen. Und dazwischen wurde immer wieder anfallendes Schnittgut zur Feuerstelle gezogen, teilweise kleingeschnitten und verbrannt.

Alles benötigte Werkzeug war schon vor dem Arbeitseinsatz des 22.1.2022 auf Hänger und NABU-Auto beladen worden. Die zu schneidenden Bäume waren markiert.

Die Jüngsten schnitzten Spieße für das Stockbrot, der entsprechende Teig war vorbereitet. Zwei Feuertöpfe - einer für Würstchen, Bauchspeck und Steaks, der zweite für Gemüse - wurden in der Glut ihrer Bestimmung zugeführt. Brötchen, Fleisch und Gemüse waren schon vor dem Arbeitseinsatz besorgt worden. Auf dem Hänger und im NABU-Fahrzeug befanden sich auch Getränke, ein kleiner Tisch, eine kleine Bank, Teller und Besteck für das Vegetarische, Senf und Ketchup für das Fleischliche.

Die Mittagspause wurde von vielen benötigt, weil sie sich ziemlich verausgabt hatten. Die Halterungen für die Stockbrotspieße wurden bewundert. Und der Himmel blieb trocken.


Neue Drohnenaufnahmen von "unseren" Grundstücken

Tina hat am 12.1.2022 neue Luftbilder von den Dammshäuser Teichen, dem Elisabeths Winkel und der Schafsweide südöstlich davon, sowie Ergänzungen zu den Drohnenaufnahmen von 12/2021, nämlich die Taufwiese mit der Fuchshecke zur Verfügung gestellt.

Alle Luftbilder sind als Unterseite zu den "Vom NABU - Lahntal betreute(n) Grundstücke(n)" in dieser Homepage zu finden.

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"Das ging ja gut los"

6.1.2022, 9 Uhr, NABU Garage: Nur der "Chef" ist zum Beladen des Hängers mit Werkzeugen und Leitern vor Ort. Erst ein Mahn-/Hilferuf über die NABU-Gruppen-App lockte ein weiteres Vorstandsmitglied an. Hatten sich doch Leute mit der "Entschuldigung" - sie gingen direkt zum Elisabeths Winkel - vor der Ladetätigkeit gedrückt.

Und dann konnte man am Einsatzort auch noch beobachten, wie sich die Oldies bequem in den Bäumen einnisteten beziehungweise sich am Feuer herumdrückten.

Wenn die beiden weiblichen Aktivistinnen - die Fotografin hat sich selbst nicht fotografiert - nicht gewesen wären, könnte man glauben, es hätte sich nichts bewegt.

Zum Glück hatte der nicht anwesende naturbetriebliche "Leiter" die Aktion vorbereitet und die zu pflegenden Bäume markiert und die Bäume, die noch "erzogen" werden mussten, schon vorher geschnitten. Dass die Hecke gekürzt und einige "Baumerhaltungsschnitte" trotzdem durchgeführt wurden, gab dem Arbeitseinsatz noch eine erfolgreiche Note.


Lernbedarf bezüglich des Herdenschutzes

In der Nacht von Samstag auf Sonntag (2./3.1.2022 gab es Windgeschwindigkeiten von über - laut Hessenschau - 60 km/h. Die Fläche der Flatterbände reichte aus, um vom Wind umgedrückt zu werden. Das bedeutet, dass die Konstruktion verstärkt werden muss. Die ersten Gedanken hierzu wurden in der Whats-App-Gruppe schon diskutiert.


Herdenschutz vor Wölfen

Am 30.12.2021 erhöhten Tina und Gerd erstmals die elektrische Einzäunung unserer Heidschnuckenherde mit blauem Flatterband zum Schutz gegen Wölfe.

 

Derzeit gibt es in Deutschland einen Flickenteppich aus Standards und Empfehlungen zum Herdenschutz. Elf Verbände

 

- Arbeitsgemeinschaft Herdenschutzhunde (AGHSH)

- Bundesverband Berufsschäfer (BVBS)

- Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)

- Deutscher Tierschutzbund (DTSchB)

- Gesellschaft zum Schutz der Wölfe (GzSdW)

- International Fund for Animal Welfare (IFAW)

- Naturschutzbund Deutschland (NABU)

- Ökologischer Jagdverband (OEJV)

- Verein für Arbeitende Herdenschutzhunde (VaH)

- Vereinigung der Freizeitreiter und -fahrer in Deutschland (VFD)

- WWF Deutschland (WWF)

 

empfehlen  Standards für den Herdenschutz. Die im Folgenden beschriebenen Maßnahmen gewährleisten nach derzeitigem Kenntnisstand einen ausreichenden Schutz von Herden gegen Übergriffe durch den Wolf im Sinne des Tierschutzrechts.

 

Standardschutz

Weidehaltung von Schafen und Ziegen

• Zäune mit mindestens vier stromführenden Litzen oder Elektronetze, jeweils mit einer bauartbedingten Mindesthöhe von 90 cm, der ersten stromführenden Litze maximal 20 cm über dem Boden sowie einer Mindestspannung von 2.500 Volt, oder ...

 

Weidehaltung von Rindern, Pferden, Eseln und Ponys

Rinder und Pferde sind deutlich seltener von Wolfsangriffen betroffen als Schafe, Ziegen oder Gatterwild. Ein flächendeckender Schutz ist nicht zwingend notwendig. Deshalb sollte bei Wolfsübergriffen bereits Schadensausgleich gezahlt werden, wenn die Hütesicherheit gewährleistet ist, zum Beispiel bei Rindern durch:

• Zäune mit mindestens zwei stromführenden Litzen, einer bauartbedingten Mindesthöhe von 90 cm sowie einer Mindestspannung von 2.500 Volt.

 

Erhöhter Wolfsschutz

...

• Elektronetze mit einer bauartbedingten Mindesthöhe von 90 cm bei einer bauartbedingten Gesamthöhe von 120 cm durch den zusätzlichen Einsatz von Breitbandlitze oder Flatterband sowie einer Mindestspannung von 2.500 Volt, oder ...

 

Weidehaltung von Rindern, Pferden, Eseln mit Kälbern und Fohlen sowie Ponys

In Regionen in denen Wölfe wiederholt Rinder, Pferde oder Esel angreifen, sollten in einem jeweils festzulegenden Teilgebiet flächendeckend Schutzmaßnahmen durchgeführt werden. Die Verbände empfehlen nach jetzigem Kenntnisstand:

• Zäune mit mindestens fünf stromführenden Litzen, einer bauartbedingten Mindesthöhe von 120 cm, der ersten stromführenden Litze maximal 20 cm über dem Boden sowie einer Mindestspannung von 2.500 Volt.

 

Das Flatterband über unserem Elektrozaun ist an allen Stellen über 120 cm hoch und erfüllt damit auch die Anforderungen für erhöhten Wolfsschutz. Auch die Ausführung der Paturazäune um unser Schutzgebiet Plauel-/Rodenbach entsprechen zum Mindesten dem Standardschutz gegen Wölfe und ist daher auch für eine ganzjährige Rinderbeweidung geeignet. Zudem ist ein wesentlicher Bestandteil des Schutzes gegen Wölfe eingehalten:

Dabei ist es wichtig, mit dem Aufbau von Herdenschutz in potenziellen Wolfsgebieten bereits vor der Ansiedlung des ersten Wolfes zu beginnen ...


Beweglicher Viehunterstand ist einsatzbereit

Im November 2017 wurde das Projekt "Beweglicher Viehunterstand für ein Beweidungsprojekt" bei der Umweltlotterie GENAU eingereicht, am 24. November 2021 kam die schriftliche Gewinnmitteilung über 5000 Euro, am 30.11.2021 fiel die Entscheidung für ein Modell, das sechs Meter lang und bei ausgeklappten Seitenwänden mit Vordach fünf Meter breit ist und am 17. Dezember wurde der Bausatz dieses Modells (verzinkte Rahmenteile und Stangen, Siebdruckplatten, diverse Schrauben etc,  zwei Räder) an der neuen Halle angeliefert und vom Transportfahrzeug von einigen Aktiven abgeladen. Heute, am 28.12.2021, begannen dann bis zu sieben Mitglieder mit dem Zusammenbau des Viehunterstandes. Eine Bauanleitung sowie einige mündliche Hinweise des Anlieferfahrers waren dabei sehr hilfreich. Morgen wird der Zusammenbau fertig werden und der fertige Viehunterstand bis zu seinem ersten Einsatz in der Halle verbleiben.

 

Die geplante Ganzjahresbeweidung eines  Schutzgebietes - Renaturierung des Gebietes Roden- und Plauelbach als Offenlandhabitat -mit Rotem Höhenvieh war die Begründung für den Projektantrag und kann nun umgestzt werden.

 

  Beim Hersteller gezeigtes Modell im aufgeklappten Zustand                  Unser Viehunterstand während der Bauphase