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Frösche, Molche und Kröten überqueren nachts die K84 zwischen Wetter und Sterzhausen Zurzeit ist nachts wieder ein reger Betrieb auf der K84 zwischen Wetter und Sterzhausen. Dabei handelt es sich um Amphibien, die aus ihrem Winterschlaf erwacht sind und nun zu ihrem Laichgewässer wandern. So haben die Kröten die Angewohnheit immer wieder zu dem Gewässer zu wandern, in dem sie geboren sind. Daher bringt es also nichts, einen neuen Teich auf der Seite einer Straße anzulegen, auf der sie sich für die Winterruhe eingegraben haben. Beim Überqueren legen die Tiere oft eine Pause mitten auf der Straße ein, da es auf dem Asphalt etwas wärmer ist als auf dem Rest der Strecke.
Will man also eine Lebensgemeinschaft erhalten, so muss man die Tiere gefahrlos über die Straße bringen. Das tut die NABU-Ortsgruppe Lahntal an der K84 nun schon seit 1986. Bis 1993 wurde jedes Jahr mühsam ein Krötenzaun auf- und abgebaut und zweimal pro Nacht die Tiere aus Auffangeimern gesammelt und über die Straße getragen. Seit 1994 wird die Straße nachts für den Autoverkehr gesperrt.
Die Anzahl der Amphibien an der K84 betrug bei der letzten durchgeführten Zählung 1993: 1143 Erdkröten 15 Grasfrösche 201 Bergmolche 89 Teichmolche und 7 Tiere von der seltenen Geburtshelferkröte. Die Beobachtungen am Laichgewässer zeigen, dass die Anzahl der Tiere sich durch die Sperrung der Straße gehalten hat oder eher sogar noch gestiegen ist. NABU-Ortsgruppe Lahntal e.V.
Siegfried Kaul Zurück |