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Graureiher häufigste Reiherart an Lahn und Baggersee
Wenn man an der Lahn oder am Goßfeldener Baggersee spazieren geht, kommt es häufig vor, dass ein Graureiher auffliegt und sich mit mächtigen Flügelschlägen entfernt. Im Flug tragen die Reiher durch ihren gebogenen Hals im Gegensatz zu Störchen und Kranichen den Kopf zwischen den Schultern. Der Graureiher hat sich in letzter Zeit wieder stark ausgebreitet. Um 1970 war er durch die Jagd als Fischräuber fast ausgestorben. Es gab in Hessen damals noch ganze 80 Brutpaare. Nach Einstellung der Jagd brüten heute wieder fast 1000 Paare in Hessen. Was besonders die Angler nicht nur freut, denn der Graureiher oder auch Fischreiher ernährt sich hauptsächlich von Fischen. Er frisst aber auch Mäuse, Eidechsen und Frösche. Da er nicht schwimmt, kann er Fische nur in einer Wassertiefe bis zu 60cm erbeuten.
Graureiher fliegt über Goßfeldener Baggersee
Der Graureiher ist ein Zugvogel und ein Standvogel. Das heißt, einige Vögel bleiben hier und einige ziehen im Winter nach Südeuropa. Er brütet meist in Kolonien und baut hoch auf Bäumen seine Nester. Darin zieht er ca. 4 bis 5 Junge groß. Eine solche Graureiherkolonie befindet sich in der Nähe von Amönau. Er ist bei uns mit Abstand die häufigste Reiherart. Seltener sind Purpurreiher oder die beiden weißen Reiherarten Silberreiher und Seidenreiher. Im Winterhalbjahr kann man am Goßfeldener Baggersee auch den Silberreiher, der sich zurzeit ausbreitet, regelmäßig beobachten. Letztes Jahr waren dort auch 2 Seidenreiher zu sehen. Sie wurden fotografiert und sind auf der NABU-Lahntal Internetseite unter „natur pur“ zu sehen.
Graureiher steht in der Lahn Höhe Sarnau
NABU-Ortsgruppe Lahntal e.V. Siegfried Kaul |